Informell präsentieren mit OneNote

tieOffIn vielen Unternehmen ist es üblich, für nahezu jedes Meeting eine PowerPoint-Präsentation zu erstellen. Unabhängig davon, ob diese in informellem Rahmen gehalten wird oder nicht. Der redaktionelle Aufwand zur Vorbereitung ist enorm und der Grad an Wiederverwendung häufig gering. Ist PowerPoint für Präsentationen immer das richtige Werkzeug oder kann OneNote hier deutlich zeitsparend eingesetzt werden?

Wie jedem anderen Information Worker, so fehlt auch mir schlicht die Zeit, für jedes Meeting eine PowerPoint-Präsentation zu bauen und ihre Inhalte zuvor akribisch zurecht  zu rücken. Auch langweilt das Vortragen von Folien und Spiegelstrichen, die den Referenten rhetorisch einschränken. Man zappt durch das Slide-Set und ist froh, wenn es vorbei ist. Da kann man auch gleich vom Teleprompter ablesen. Was gegenüber dem Kunden schon lästig ist, führt team- oder projektintern zur Absurdität. Zumal es längst zu einem beliebten Stilmittel geworden ist, schwachen Inhalt hinter einer stylisch aussehenden Fassade zu verstecken.

Mehr und mehr sickert daher die Erkenntnis durch, dass es bei Präsentation nicht auf Layout und Design, sondern auf zielführenden Inhalt ankommt. Auch ist dieser Inhalt lediglich ein Hilfsmittel für den Referenten. Der Referent, das Team und die zu führende Diskussion sollten die Aufmerksamkeit erhalten, stattdessen blickt die Gruppe mehr oder minder gelangweilt auf die PowerPoint-Folien, deren Spiegelstriche in der Regel wenig aussagen und der Komplexität der Probleme selten gerecht werden. Wer nicht gerade im Vertrieb oder im Top Management arbeitet (die Mehrheit), dessen Meetings sind in der Regel informell und projektbezogen, jedoch wiederkehrend (Jour Fixes, Follow Ups, etc.).

Die für eine Präsentation wesentlichen Funktionen bietet OneNote ebenso wie PowerPoint. Auch OneNote unterstützt Vorlagen und ermöglicht so die Verwendung von Corporate Design. Ein Fehler in der Rechtschreibung oder ein Wackler im Layout führt beim PowerPoint-Betrachter sofort zu einer indirekten Abwertung. Dieses Problem gibt es bei OneNote nicht, da es sich hier um Notizen handelt. Aus demselben Grund werden auch in der Software-Entwicklung sogenannte Mock-Ups, bzw. Wireframes immer häufiger eingesetzt – weil das Design in der frühen Planungsphase nicht relevant ist.

Quelle: Microsoft

Quelle: Microsoft

Beim Vortragen können Inhalte deutlich einfacher bearbeitet, bzw. erweitert werden, weil man nicht ständig zwischen Präsentationsmodus und Bearbeitungsmodus hin und her schalten muss. Vor allem halte ich es für sehr vorteilhaft, dass OneNote die räumlichen Grenzen einer PowerPoint-Folie endlich aufhebt. Jeder weiss, dass es sich nicht schickt, eine Folie mit Informationen zu überladen, jedoch hält sich kaum jemand daran. Auch wird das Auflisten von Spiegelstrichen einem in der Regel komplexeren Vortragsthema nicht gerecht. Auch die Bereitstellung der Informationen nach Vortragsende wird deutlich einfacher, da durch das Teilen der Notizen keine Handouts mehr gedruckt und verteilt werden müssen. Daher mein Appell, OneNote für solche Anwendungsfälle einzusetzen.

Autor: Karsten Ulferts

Related Links:

Using OneNote to present your ideas in meetings

Death by PowerPoint

This entry was posted in Business cases and tagged , , , . Bookmark the permalink.

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s