OneNote beim Starten automatisch andocken

dockingSo praktisch die mobilen Apps für OneNote sind, die meisten Nutzer setzen nach alter Schule primär die Desktop-Anwendung ein. Solange ich nicht unterwegs bin, gilt das auch für mich. Die heute üblichen Widescreen-Displays sind optimal für die Nutzung des angedockten Modus: Notizbuch öffnen, Andocken, Notieren – und die Notizen werden automatisch mit der gerade geöffneten Website, bzw. dem geöffneten Office-Dokument verknüpft. Daher ist es bzgl. Nutzerfreundlichkeit ideal, wenn der angedockte Modus by default automatisch aktiviert würde, wenn OneNote aufgerufen wird. So wird es nachhaltig vermieden, dass OneNote zunächst gestartet wird, um es dann anschliessend “beiseite schieben” zu müssen. Wie man dies umsetzen kann, ist Thema dieses Blog-Artikels.

Zielgruppe für diesen Beitrag sind Entwickler und Power User, die mit Visual Studio ausgerüstet sind. Die Entwickler-Plattform brauchen wir, da es für die benutzerdefinierte Festlegung der Standard-Ansicht beim Aufruf der Anwendung keine Einstellungsmöglichkeit in den OneNote-Optionen gibt, auch Anpassungen in der Registry helfen uns hier nicht weiter.

Wer nicht über Visual Studio verfügt, bzw. nicht die Zeit oder Lust hat, die beschriebenen Schritte selbst durchzuführen, dann sich das Projekt bzw. die fertige Applikation herunterladen (siehe unten).

Zuerst rufen wir Visual Studio wie bekannt als lokaler Administrator auf und erstellen ein Projekt für eine Windows Forms Application (C#). Wir schreiben nun ein kleines Programm, dass OneNote für uns startet und zwar im angedockten Modus.

Damit die Applikation im Startmenü später so aussieht wie OneNote, hinterlegen wir zunächst die entsprechenden Icons. Diese gibt es hier zum Download. Anschliessend hinterlegen wir das .ico-File in den Properties des Projektes.

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Denselben Schritt führen wir auch in den Form Properties durch, wie auf der rechten Seite zu sehen ist. Nun haben wir die später sichtbaren Elemente fertiggestellt.

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Anschliessend wenden wir uns dem Backend zu. Wir erstellen eine neue Class und fügen den erforderlich Code ein. Diesen müssen wir praktischerweise nicht einmal selbst schreiben, da dieser als Beispiel-Code im MSDN verfügbar ist. Welch ein kleiner Schatz.

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Die grün hinterlegten Kommentare machen den Code der Klasse leicht verständlich. Es sind keine weiteren Veränderungen des Codes erforderlich. Wichtig ist jedoch, dass wir die generische Class “Program.cs” löschen, da wir sonst zwei Main-Methoden im Projekt haben.

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Ebenfalls nicht vergessen dürfen wir das hinzufügen der Reference aus der Kategorie COM. Anschliessend ist die Applikation zwar ausführbar, eine wichtige Einstellung fehlt aber noch.

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Wir sollten die Property “Embed Interop Types” der eben hinzugefügten Reference “Microsoft.Office.Interop.OneNote” unbedingt auf FALSE einstellen, damit die Applikation zuverlässig läuft.

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Wenn wir die Applikation nun im Visual Studio starten, sollte sich das gewünschte Verhalten bereits zeigen. Falls OneNote noch nicht geöffnet ist, wird es beim Starten automatisch angedockt. Falls OneNote bereits läuft, erfolgt das Andocken in gleicher Weise.

Um die Applikation nun auch ausserhalb von OneNote ausführen zu können, folgt nun der Publish-Vorgang. Das Ergebnis ist eine installierbare bzw. ausführbare Applikation (.exe).

dockedON8Sinntreffend habe ich die Application beispielhaft mit “OneNote Docker” bezeichnet, die nun statt der üblichen OneNote.exe vom Nutzer ausgeführt werden kann.

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Nachdem wir die neue Applikation an die Taskleiste angeheftet haben, können wir OneNote mit derselben user experience starten.

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Im Ergebnis bekommen wir unser im Alltag manchmal unentbehrliches OneNote – und – automatisch angedockt. Aufrufen und sofort lostippen – so soll es sein!

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Autor: Karsten Ulferts

Related Links:

Download der Office 2013 icons

Beispielcode

Visual Studio Projekt, bzw. Applikation OneNote Docker

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